Sonntag, 22. Mai 2011

21.5.2011: Von Airlie Beach nach Townsville

Leichter Nieselregen begleitete uns auf unserer Fahrt, sodass wir beschlossen, doch keinen Strand-Stop auf dem Weg in Bowen einzulegen. Statt dessen haben wir Halt in Ayr bei Mc Donalds gemacht, um Euch mit weiteren Blog-Einträgen auf dem Laufenden zu halten.
Angekommen im immerhin 170.000 Einwohner zählenden Townsville, mussten wir feststellen, dass gegen 16 Uhr schon die Bürgersteige hochgeklappt waren. Hauptshopping-Mall bei schönstem Sonnenschein: keine Menschenseele außer uns. Selbst das Visitor Information Centre hatte schon geschlossen, obwohl die Öffnungszeit bis 17h angegeben war.
Also machten wir uns auf den Weg zum ziemlich abgelegenen Campingplatz, der leider auch nur bis 17h neue Besucher empfing. Die dortigen Bewohner machten allerdings nicht gerade einen freundlichen Eindruck. Offensichtlich gibt es hier viele Dauercamper, die eher ihr eigenes Ding machen (langsam wird uns klar, warum manche Plätze mit „no residents, only tourists“ werben..). So wurde Markus unfreiwillig zum Störenfried, als er arglos im Camp Kitchen mit unserem schmutzigen Geschirr zum Abwasch aufschlug. Die Campersekte hatte sich zum gemeinsamen Singen und Klatschen zusammengerottet. Das BBQ war im Gange und ein Countrysänger mit Gitarre gab sein Bestes (auch wenn es sich nicht so anhörte).
Während wir so da standen und das Szenario beobachteten, hörten wir einen ohrenbetäubenden Lärm: ein Flugzeug startete direkt vom Flugplatz der nahegelegenen Miltitärbasis.
Was wohl die maßgeblichen Entscheidungsfaktoren bei der Standortwahl dieses Platzes waren??
Ach ja, eine Bahnstrecke führt auch noch am Platz vorbei...

Samstag, 21. Mai 2011

20.05.2011: Liquid Sunshine am Whitehaven Beach

Obwohl es die ganze Nacht geregnet hatte, waren wir voller Hoffnung, dass es sich noch aufklaren würde. Nachdem wir den „Whitehaven xpress“, ein Motorboot mittlerer Größe bestiegen hatten, ließ sich tatsächlich nach einiger Zeit die Sonne blicken. So konnten wir bei unserem ersten Stop vom „Hill Inlet Scencic Lookout“ einige typische Whitsunday-Fotos aufnehmen.






Weiter ging es bei ziemlichem Seegang zum Whitehaven Beach, dem weißesten Strand der Welt.





Doch schon nach kurzer Zeit brauten sich wieder dunkle Wolken zusammen.


Als wir grad im Begriff waren, lecker gegrilltes Fleisch auf unsere Teller zu bekommen, setzte der Platzregen ein, der von unserem BBQ-Chef, Bootsmann und Guide Scottie vollkommen gelassen mit „oh, liquid sunshine“ kommentiert wurde und ansonsten nicht weiter zur Kenntnis genommen wurde. Nach dem etwas angenässten Essen bestiegen wir, allesamt ziemlich durchgeweicht, wieder das Boot.
Die nächste Strecke auf unruhiger See führte uns zur Mantaray Bay bei Hook Island, wo geschnorchelt werden konnte. Wieder einmal haben einige ihr Inneres nach außen gekehrt. Wir allerdings nicht :-)
Während sich Markus todesmutig mit einer lila Schwimmnudel ohne Schwimmbrille und Flossen ins Wasser wagte, um dem schwankenden Boot zu entkommen, hat sich Britta mit ein paar anderen von Scotti mit einem „glass bottom boat“ über das Riff schippern lassen.
Die Quallensaison ist zum Glück vorbei, allerdings hat es uns zu denken gegeben, dass die Fische sich über unsere Steakreste vom BBQ sehr zu freuen schienen...
Unser Guide konnte so verschiedenste Fische anlocken, die man so fantastisch aus der Nähe (manchen auch zu nah) betrachten konnte. Kleine lustige bunte Fische, größere haiähnliche (einer hieß Elvis :-) ) und lange dünne, die sich oberhalb der Wasserfläche zu jagen schienen.

Die Rückfahrt war auch wieder nicht ohne- erneut mussten sich einige übergeben und auch uns war nicht besonders wohl..

19.05.2011: relaxen in Airlie Beach

Da wir erst am Freitag unseren Daytrip zu den Whitsundays machen wollten, hatten wir einen freien Tag in Airlie Beach. Obwohl der Ort nicht besonders groß ist, gibt es hier viele nette Geschäfte und Lokale sowie eine Lagune am Strand. Nachdem es die ganze Nacht geregnet hatte, war das Wetter tagsüber hervorragend, so dass wir ideal relaxen konnten.
Airlie Beach


Die Lagune von Airlie Beach - garantiert ohne Jelly Box Fishes

Eine typisch australische Mahlzeit

Einer unserer vielen Mitbewohner auf dem Campingplatz
 

Mittwoch, 18. Mai 2011

18.05.2011: von Mackay nach Airlie Beach

Da uns der Eungella Nationalpark (der älteste Streifen Regenwald in ganz Australien) und die Wasserbecken „Finch Hatton Gorge“ so ans Herz gelegt wurden, beschlossen wir, diese Highlights auch mitzunehmen. Allerdings sollte man Australiern bei Entfernungsangaben nicht über den Weg trauen.. aus ca. 50 km wurden dann 75km und gefühlte 100 km, da es über kleine Schlaglochstraßen ging. Als wir das Gefühl hatten, im Nichts angekommen zu sein und die asphaltierte Straße aufhörte, stiegen wir aus und liefen zu Fuß weiter zu den Wasserbecken im Finch Hatton Gorge.
Im Finch Hatton Gorge

Eines der Wasserbecken




Lookout über dn Eungella Nationalpark

Mitten im Wald gibts ein Auto zu kaufen...

Weiter ging es mit dem Camper enge Serpentinen hoch zum Eungella Nationalpark bzw. zum Lookout, wo man einen tollen Blick über die Landschaft hatte.
Über eine holperige Nebenstrecke fuhren wir dann nach Proserpine (kurz vor Airlie Beach), um unseren Segeltörn im Information Centre zu buchen. Dort sagte man uns, dass das Wetter nicht so gut sei derzeit und die See sehr „rough“ sei. In der Tat war es seit der letzten Nacht sehr stürmisch und wechselhaft. Daher entschieden wir uns doch für einen Day Trip zu den Whitsundays, u.a. zum Whitehaven Beach.

17.05.2011: Mackay

Die Autofahrt von Rockhampton nach Mackay zog sich ganz schön. Am Straßenrand standen immer wieder Schilder, die vor der „Drivers Fatigue“ warnten und einen aufforderten Pause zu machen („take a rest or R.I.P.“). Andere animierten zu „trivia games“, auf dem ersten steht eine Frage („welche Pflanze ist auf dem Queenslander Wappen?“), auf dem nächsten nach einer Weile dann die Antwort („cooktown orchid“).
In Mackay angekommen, steuerten wir zunächst die „Blue Lagoon“ an, ein öffentliches, kostenloses Freibad. Strahlender Sonnenschein, nur zwei Menschen drin...merkwürdig... Markus' Selbstversuch ergab die Antwort: das Wasser war eiskalt.
Danach haben wir uns die Victoria Street angeschaut, in der es restaurierte (wann auch immer..) viktorianische Häuser zu sehen gab. Ein Einheimischer sprach uns an (wie so oft), ob wir uns nicht lieber den Eungella Nationalpark und einige andere Dinge auf dem Weg anschauen wollten, die Stadt gäbe nicht soo viel her. Den Eindruck hatten wir auch und machten uns daher (mit Umweg über den Harbour) auf dem Weg zum riesigen Campingplatz, wo wir von Papageien und diversen anderen Vögeln begrüßt wurden.

Ein "Baustellenschildhalter", häufig sind auch Frauen auf den Baustellen zu sehen

Die Blue Lagoon in Mackay

Lifeguards - unser neuer Traumjob...

In Australien wird imme rgut für einen gesorgt

Ist auch notwendig...

Die Victoriastreet

Der Leuchtturm am Harbour

Der Harbour

Montag, 16. Mai 2011

16.05.2011: auf nach Rockhampton

Heute sind wir die erste längere Strecke gefahren- knapp 4 Stunden von Bundaberg nach Rockhampton. Viele Baustellen unterwegs, da immer noch die Überbleibsel der Überflutung beseitigt werden. Die Verkehr an den Baustellen wird von Bauarbeitern am Anfang und Ende geregelt, die "slow"- und "stop"-Schilder hochhalten und je nach Verkehrslage gewendet werden. So muss man meist nicht lange warten.
Interessant waren die Variationen von Briefkästen am Straßenrand, die zu den höher gelegenen Häusern gehörten. Häufig vertreten waren selbst gebastelte Exemplare aus Plastikkanistern. Es gab aber auch Mikrowellen oder kleine Öfen mit Hausnummer und Beschriftung versehen. Vielleicht bekommen wir so etwas ja auch noch mal aufs Foto.
Nun sind wir in Rockhampton und haben Quartier auf dem Riverside Campingplatz bezogen, was romantischer klingt als es ist. Der Ort wird als "Rinderhauptstadt" bezeichnet. So sehen die Leute hier auch aus. Wir haben selten so viele übergewichtige Menschen auf einem Fleck gesehen. Rindfleisch ist doch eigentlich gesund? Es sind bestimmt die Beilagen, die dick machen...
Highlight des Ortes ist das Shopping Centre, in dem es kostenloses Wifi gibt.
Highlight des Campingplatzes: der Eiswagen

Fitzroy River in Rockhampton

Einige ganz nette Gebäude in Rockhampton
Warnschild auf unserem Campingplatz

15.05.2011: Kulturprogramm in Bundaberg

Nach Ankunft auf dem Campingplatz haben wir uns sogleich auf den Weg zur zufällig nahegelegenen Rum Destillerie gemacht. Bundaberg Rum ist über die Grenzen Austaliens hinaus bekannt und berühmt.. angeblich. 96% der Produktion verbleibt allerdings in Australien, wie unser Guide sagte, als er uns auf dem Gelände rumführte. Die Australier seien sehr durstig..

Nach einer Betriebsbesichtigung konnte man an der Bar noch eine Auswahl der Produktpalette testen, was wir natürlich getan haben, um uns fortzubilden. Bundaberg Original (2 Jahre alt) und Bundaberg Reserve (5 Jahre alt) on the rocks, Royal Liqueur (mit Milch ähnlich wie Baileys) sowie Bundaberg + Cola draught. Joa, konnte man alles ganz gut trinken. Pur allerdings eine harte Nummer.